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Hier ein Auszug aus dem Buch „Triathlon für Berufstätige“, das ich mit Michael Krell geschrieben habe. Erschienen ist das Buch 2009 im Spomedis Verlag. ( 3. Edition ISBN-13 : 978-3936376326)

Schwimmen wie ein Fisch, vereint sein mit dem Ursprungselement,  aus dem wir alle stammen. Schwimmen ist weich, schwebend und elegant. Gleichzeitig aber auch extrem explosiv, hektisch und voller Aktion. Eine ruhige einsame Schwimmrunde bei langsam am Horizont versinkender Sonne in einem warmen See oder Adrenalinwellen beim Start eines Triathlons, lassen uns die beiden extremen Seiten dieses wunderbaren Sports erahnen.

Schwimmen ist eine Sportart, in der höchstes koordinatives Können verlangt wird. Laufen und Radfahren sind im Vergleich dazu technisch einfache Disziplinen.

Schwimmen ist zu 60% Technik und nur zu 40% Kondition. Das ist auch der Grund, (Komma) warum die meisten stattlichen und perfekt konditionierten Triathleten Probleme haben, mit spindeldürren zwölfjährigen Schwimmerinnen mitzuhalten. Umgekehrt kommt es natürlich auch nicht selten vor, dass ein konditionell nicht mehr starker, ehemaliger Schwimmer, ohne sich groß anstrengen zu müssen, in der ersten Disziplin bei Triathlonwettkämpfen gleich vorne mit dabei ist.

Was Schwimmen schwierig macht ist der Schwebezustand, in dem man sich befindet. Man kann nicht sehen, (Komma) was Arme und Beine machen, während gleichzeitig alle Bewegungen koordiniert und dazu noch die Atmung angepasst werden muss. Außerdem kommt hinzu, dass man beim Radfahren und Laufen darauf konditioniert ist,  immer zu versuchen, den geringsten Wiederstand zu finden. Jeder kennt das vom Bergauffahren oder Fahren gegen den Wind, wenn man einfach die Trittfrequenz anpasst, damit es sich leichter anfühlt.

In Schwimmen ist es genau umgekehrt. Man muss den größten Widerstand suchen und den Körper gegen diesen Widerstand durch das Wasser vorwärts ziehen. Viele Triathleten ziehen ihre Hände einfach nur durch das Wasser und verkürzen den Zug, sobald es anstrengend wird. Der Unterschied hört sich nicht gravierend an, ist aber der entscheidende Punkt beim Schwimmen.